Schulbegleitende Angebote
Ärztliche Beratung
Die ärztliche Beratung wird gewährleistet durch einen Arzt, der auch an der pädagogischen Konferenz teilnimmt. In enger Zusammenarbeit zwischen ihm, den Erziehern, Lehrern, und Therapeuten werden gezielt für jeden einzelnen Jugendlichen die notwendigen pädagogischen wie therapeutischen Maßnahmen festgelegt und innerhalb oder außerhalb der Einrichtung ermöglicht.
Heileurythmie
Innerhalb des Schulzusammenhanges erhalten die Jugendlichen Heileurythmie als Einzeltherapie. Heileurythmie ist eine Bewegungstherapie auf Grundlage der anthroposophisch-medizinischen Menschenkunde, die neben der naturwissenschaftlichen Betrachtung den seelisch-geistigen Anteil des Menschen in die Behandlung mit einbezieht. Es werden gezielte Bewegungsübungen eingesetzt, die dem Jugendlichen helfen, sein physisch-physiologisches mit seinem seelisch-geistigen Wesen in Einklang zu bringen. Die Heileurythmie orientiert sich an den Lauten unserer Sprache. Die Vokale und Konsonanten werden in Bewegungen einzelner Gliedmaßen oder des ganzen Körpers umgesetzt. Jeder Laut bzw. jede Bewegung steht in einer bestimmten Wirkungsbeziehung zu den Vorgängen unseres Organismus. So, wie sich unsere innere Befindlichkeit z.B. in unserer Mimik und Gestik nach außen hin darstellt, wirkt umgekehrt die Heileurythmie von außen nach innen.
Die für die Jugendlichen wesentlichen Fragen sind vor allem Fragen der Selbstwahrnehmung, des Selbstbewusstseins und der Selbsterkenntnis. Wer bin ich, was muss ich überwinden, was kann ich werden, wer kann ich werden? Wie kann ich Mut, Kraft, Interesse entwickeln? Wie kann ich mich in mir, in meinem eigenen Körper begreifen? Wie kann ich aktiv meine Zukunft - mein Leben beeinflussen?
Weitere pädagogisch-therapeutische Maßnahmen
In Einzelfällen werden weitere pädagogisch-therapeutische Maßnahmen von dem Schularzt bzw. dem Fachkollegium angeregt und innerhalb oder außerhalb der Einrichtung umgesetzt. Hierzu zählen beispielsweise Lerntherapie, Psychotherapie, Kunst- und Musiktherapie, Reittherapie, Sprachgestaltung, Logopädie und Krankengymnastik.
Streitschlichtung und Konfliktkompetenz
Regelmaßig finden in der Schule Fortbildungen in Streitschlichtung für interessierte Jugendliche statt. Ziel ist es, innerhalb der Schülerschaft selbst die grundlegenden Kompetenzen zu bilden, die helfen, Alltagskonflikte zu lösen.
Lernfelder innerhalb der Ausbildung sind u.a.:
- Lösung konkreter Alltagskonflikte
- Übernahme von mehr Eigenverantwortung
- Entwickeln von Lösungen im Konfliktfall
- Steigerung der Konfliktfähigkeit
- Deeskalation und Vermeiden von "Niederlagen"
Die Ausbildungstermine erstrecken sich über einen Zeitraum von 6 Wochen. Ausbildungsverantwortliche sind Frau Hensch und Herr Eikens.