Betreutes Jugendwohnen
"Die wesentliche Voraussetzung für das Glück ist die Bereitschaft‚ der zu sein, der man ist."(Erasmus von Rotterdam, 1465 - 1536)Begleitung junger Menschen in die Selbstständigkeit

Das Betreute Jugendwohnen (nach §34 SGB VIII) und die Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung (nach §35 SGB VIII) sind Angebote der stationären und ambulanten Jugendhilfe für junge Menschen auf dem Weg in die Selbstständigkeit.
Die Jugendlichen, die das Betreute Jugendwohnen in Anspruch nehmen, wohnen in eigenen oder von der Christian Morgenstern Jugendhilfe angemieteten Wohnungen im Stadtgebiet Reutlingen. In ihrem Lebensumfeld werden sie individuell betreut.
In der Regel sind es junge Menschen, die nach Abschluss der Christian Morgenstern Schule in Reutlingen und Umgebung eine Berufsausbildung oder eine weitere Schulausbildung absolvieren und in dieser Lebensphase eine sozialpädagogische Begleitung benötigen. Das Angebot gilt auch für junge Menschen, die auf Grund ihrer persönlichen Einschränkungen, Lernbehinderungen, psychischen Krankheiten oder anderen Verhaltensauffälligkeiten ein individuelles und manchmal besonders eng geflochtenes Begleitungsnetz als vorübergehende Hilfestellung benötigen, um sich so gestärkt auf den Weg in die Selbstständigkeit zu machen.
Ziele und Schwerpunkte
Die Betreuungsintensität orientiert sich am jeweiligen Entwicklungsstand. Schule und Berufsausbildung, finanzielle und rechtliche Fragen, das Führen eines eigenständigen Haushaltes, Beziehungen und Partnerschaften, Freizeitgestaltung, die Bewältigung persönlicher Krisen sind Themen, die von den Fachkräften im Dialog mit den jungen Menschen bearbeitet werden.
Wohnformen
Die Wohnform richtet sich nach der individuellen Situation und den bestehenden Möglichkeiten. Die Spannbreite reicht vom Wohnen in einrichtungseigenen Appartements über die eigenständige Anmietung einer kleinen Wohnung bis zu einer etwas größeren Wohnung, die mit einem anderen jungen Menschen als Wohngemeinschaft geteilt wird. Dabei wird darauf geachtet, dass die Wohnungen sowohl kostenmäßig als auch im Standard angemessen sind und eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr haben.
Der Hilfeplanungsprozess
Im Hilfeplanungsprozess werden alle Rahmenbedingungen und Ziele des Begleitungs- und Betreuungsangebots gemeinsam mit allen daran Beteiligten erarbeitet, kontinuierlich überprüft und neu angepasst. So ist das Betreute Jugendwohnen stets den individuellen Bedürfnissen des jungen Menschen angepasst und verändert sich im Laufe der Begleitung zusammen mit den jungen Menschen.
Anlauf- und Kontaktstelle
Mit täglichen Öffnungs- und Sprechzeiten, Freizeitangeboten, Kultur- und Informationsveranstaltungen und vielem mehr ist die "Echazstraße" eine lebendige Anlauf- und Kontaktstelle. Die Jugendlichen treffen sich dort unverbindlich untereinander, aber auch mit Gästen und den Mitarbeiter/innen.